Larry - Der König (2006-2020)
Larry war unser erster Hund und zog 2012 bei uns ein. Ursprünglich stammt er aus Ungarn und fand über mehrere Stationen – darunter ein Tierheim auf Borkum und eine Familie in der Nähe von Frankfurt – schließlich seinen Weg nach Opladen.
Mit Larry begann Claudia 2014 mit dem Mantrailing. Er war wahrlich der König unseres Rudels: Wenn ihm ein Rüde nicht passte, ließ er es lautstark wissen. Streit in der Hundegruppe? Larry war der souveräne Schiedsrichter. Pöbeln an der Leine oder ziehen – für ihn kein Problem. Selbstbewusst, eigenständig und alles andere als ein Anfängerhund, brachte er uns unheimlich viel bei.
Larry hat uns gelehrt, was es heißt, einen starken Charakter zu verstehen und respektvoll zu begleiten – und wie viel Freude und Erfahrung ein Hund mit klarer Persönlichkeit ins Leben bringen kann.



Abba - Die weiße Elfe (2009–2019)
Abba zog 2014 zu uns – sie war ein sogenannter Rückläufer vom Verein Far From Fear e.V.. Zuvor war sie in Hamburg vermittelt, ist dort entlaufen und war beinahe eine Woche auf sich allein gestellt.
Anfangs war Abba sehr unsicher und konnte kaum an der Leine laufen. Auf ihrer Pflegestelle lernte Claudia sie kennen – alles andere als kuschelig und lieb. Stephan hingegen mochte sie sofort – so wie bei allen Hündinnen in unserer Gruppe.
Mit Geduld und viel Verständnis entwickelte Claudia schnell einen guten Zugang zu Abba. Schritt für Schritt wuchs Abba zu einer selbstsicheren, fröhlichen und lustigen Hündin heran. Sie hat uns gezeigt, wie viel Vertrauen, Geduld und Einfühlungsvermögen bewirken können – und dass auch schüchterne Hunde zu tollen Persönlichkeiten werden, wenn man ihnen Zeit lässt und sie nicht drängt.



TomTom - der Geschichtenerzähler
Kennengelernt haben wir TomTom beim Galgomarsch 2016 in Berlin – und nach nur einer Woche war klar: Das wird unser dritter Hund.
TomTom kam aus dem Tierheim ALBA Madrid und wurde uns über Far From Fear e.V. vermittelt.
Er brachte alles mit, was ein junger Rüde so im Gepäck hat: Energie, Charme – und eine ordentliche Portion Übermut. Auf seiner Pflegestelle in der Nähe von Kulmbach ist er bis heute unvergessen. Warum? Nun ja, er hatte die charmante Angewohnheit, Menschen gern mal beherzt in den Hintern zu zwicken.
Ganz verschwunden ist dieser ungestüme Junghund übrigens nie. Ab und zu blitzt er noch auf – besonders im Winter, wenn irgendwo ein Schal oder Handschuh zu sehen ist, den man doch wunderbar stibitzen könnte.
Und er erzählt unheimlich gerne – nicht ganz so viel wie Finn, aber fast. TomTom ist ein echter Charakterkopf, voller Geschichten, Ausdruck und Persönlichkeit.



Faro - Der schwarze Prinz
Faro zog 2017 als unser erster Pflegehund bei uns ein. Unsere drei Hunde liefen inzwischen so stabil und entspannt mit, dass wir einem weiteren Hund eine Chance geben wollten. Faro kam aus dem Tierheim Refugio Desert Hearts Spain – vermittelt über Far From Fear e.V..
Relativ schnell wurde jedoch klar: Faro würde nicht nur Pflegehund bleiben. Seine Schwierigkeiten mit der Umwelt waren deutlich. Draußen war er oft komplett „im Außen“ – pöbeln und ziehen, dass einem fast die Schulter auskugelt - das beherrschte er perfekt. Reize überforderten ihn schnell.
Drinnen hingegen zeigte er eine ganz andere Seite: ruhig, sensibel und mit einer engen Bindung an seine Menschen. Die große Gruppe braucht er bis heute nicht unbedingt – ein paar ausgewählte Hundekumpel und „seine“ Menschen genügen ihm vollkommen.
Seine große Leidenschaft ist das Mantrailing – was nicht selten am Ende des Trails zu seinem noch größeren Hobby führt: Futter.
Faro hat uns gelehrt, wie wichtig klare Führung, Struktur und echtes Verständnis für individuelle Bedürfnisse sind. Und dass hinter lautem Verhalten oft ein sehr feiner Charakter steckt.



Mia - Die Genießerin (2017-2024)
Nachdem unsere Abba viel zu früh verstorben war, zog Anfang 2019 Mia bei uns ein. Sie kam über die kleine spanische Organisation Galgo Freedom nach Deutschland, vermittelt durch Far From Fear e.V..
Mia war unsere erste ausgeprägte Angsthündin – wunderschön mit ihren dunklen, mandelförmigen Augen, sehr ruhig und zunächst sehr scheu. Sie beobachtete viel und genoss die leisen Momente.
Doch wenn es darauf ankam, zeigte sie eine andere Seite: Dann rannte sie wie der Wind und entwickelte eine überraschend lustige Art.
Mit Spielzeug konnte sie hingegen so gar nichts anfangen – und ein „Sitz“ beizubringen? Nahezu unmöglich. Mia stellte nichts infrage, sie sah schlicht keinen Sinn darin. Und genau das machte sie so besonders.
Mia war eine echte Genießerin – fein, sensibel und voller stiller Persönlichkeit.



Finn – Der Sänger aus Spanien 🎶🐾
Manche Hunde kommen leise ins Leben. Und dann gibt es Finn.
Er wurde als Welpe in einem Tierheim in Spanien mit seiner Mutter und vier Brüdern abgegeben. Die Welt kannte er zunächst nur durch Zwingergitter, spielende Geschwister und das geschäftige Treiben der Helferinnen und Helfer. Doch schon damals war klar: Dieser kleine Rüde würde einmal gehört werden. Sehr gehört werden.
Während eines Praktikums entdeckte Stephan den Nachwuchstar. Zwischen all den tapsigen Pfoten war da dieser eine Welpe, der nicht nur spielte – sondern kommentierte. Es war keine einfache Begegnung. Es war der Beginn einer Geschichte. Einige Wochen später trat Claudia auf den Plan – und nahm Finn mit nach Deutschland. Und so begann das große Abenteuer „Welpe“.
Neue Gerüche. Neue Geräusche. Neue Menschen. Und Finn? Kommentierte vieles.
Finn ist heute der lauteste in der Gruppe. Wenn andere bellen, singt Finn. Wenn andere winseln, stimmt Finn ein Solo an. Seine Leidenschaft? Ganz klar: Gesang. Im Training zeigt sich: Hinter der großen Stimme steckt ein großes Herz. Finn ist sensibel, aufmerksam und voller Lebensfreude. Seine „Konzerte“ sind Ausdruck seiner Emotionen – und mit der richtigen Anleitung lernt er, wann Bühne ist und wann Pause.
Finn erinnert uns täglich daran:
Persönlichkeit darf Raum bekommen. Man muss sie nur in die richtigen Bahnen lenken.



Pancha – Die Grande Dame mit Überraschungseffekt
Manche Geschichten beginnen leise. Panchas auch.
Trächtig wurde sie in einem spanischen Tierheim abgegeben. Was sie erlebt hatte, wusste niemand. Doch als ihre Welpen zur Welt kamen, war sie eine wunderbare Mutter – geduldig, fürsorglich und voller Ruhe. Sie schenkte ihren Kleinen Sicherheit und Stärke.
Nach ihrer Zeit als Mutter zog Pancha auf eine Pflegestelle nach Deutschland. Dort wartete sie. Zwei Jahre lang. Nur eine einzige Anfrage für die unauffällige, sehr scheue Hündin.
Dann entdeckten wir sie auf der Seite von Far From Fear e.V.. Ein Blick in diese Augen – und es war um uns geschehen.
Der erste Besuch verlief noch standesgemäß mit Abstand und deutlicher Ansage – besonders Stephan gegenüber. Doch bei der Abholung sprang Pancha nach dem Spaziergang ganz selbstverständlich ins Auto. Kein Zögern. Als hätte sie entschieden: „Diese Menschen nehme ich.“
Und ausgerechnet Stephan wurde fortan ihr Mensch.
Heute ist Pancha die Grande Dame unserer Gruppe: würdevoll, klar in ihrer Kommunikation und mit einer stillen Präsenz, die keinen großen Auftritt braucht.
Sie erinnert uns täglich daran, dass die Leisen oft die größte Stärke in sich tragen – und dass manchmal ein einziger Moment genügt, um Vertrauen entstehen zu lassen.



Bobby 2004 - 2024
Bobby war der Hund von Claudias Eltern – und von Anfang an etwas ganz Besonderes.
Unvergessen bleibt der erste Tag: Claudia hatte ihre Mutter überredet, „nur mal zu schauen“ – im Tierheim Köln-Dellbrück. Bobby durfte probeweise mit nach Hause. Und was dann geschah, war eindeutig: Er kam, sah und siegte – besonders über die anfängliche Skepsis von Claudias Vater.
Zwischen den beiden entstand eine tiefe Freundschaft. Stundenlange Spaziergänge, stille Vertrautheit und ein Band, das bis zum Tod von Claudias Eltern hielt.
Mit 17 Jahren zog Bobby schließlich zu uns. Wir waren unsicher, ob er sich in unserer großen Hundegruppe wirklich wohlfühlen würde. Doch Bobby belehrte uns eines Besseren: Mit seiner ruhigen, klaren Art fand er ganz selbstverständlich seinen Platz im Rudel. Er genoss die Gemeinschaft, die Nähe und das Leben inmitten der anderen Hunde.
Bobby hat uns gezeigt, dass es nie zu spät ist für neue Wege – und dass Alter nichts über Lebensfreude und Anpassungsfähigkeit aussagt.



Bu – vom Schrottplatz zur Showqueen
Bu(rbuja) ist eine echte Kämpferin. Als kleiner Welpe wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Jabón auf einem Schrottplatz in Spanien gefunden. Sie kannte nichts – keine Alltagsgeräusche, keine Umweltreize, keine Sicherheit. Entsprechend vorsichtig und unsicher startete sie ins Leben.
Doch wer Bu heute erlebt, würde das kaum glauben: Mit Geduld, viel Struktur und einer guten Portion Humor hat sie sich zu einer selbstbewussten, lustigen und manchmal auch frechen Hündin entwickelt. Sie bringt Ihre Umwelt regelmäßig zum Lachen – und testet dabei auch gern mal ihre Grenzen aus.



Pino - Der Charmeur (2015-2024)
Anfang/Mitte 2023 entdeckten wir Pino auf Facebook. Eigentlich waren wir nicht auf der Suche nach einem weiteren Hund. Doch dieser besondere Kerl saß bereits seit zwei Jahren im Tierheim – scheinbar ohne echte Chance auf eine eigene Familie.
Wir entschieden uns, auf unser Bauchgefühl zu hören. Oder war es doch das Herz?
Kurz darauf durfte er bei uns einziehen. Wegen seines charmanten Aussehens bekam er schnell den Namen (Cam)Pino – und dieser Name passte einfach perfekt. Pino war einer der lustigsten, freundlichsten und herzlichsten Hunde, die man sich vorstellen kann. Mit seiner offenen Art und seinem sanften Wesen hat er nicht nur unser Rudel bereichert, sondern auch jeden Menschen um den Finger gewickelt.
Er bleibt für uns der Inbegriff eines echten Charmeurs – und ein Hund, der gezeigt hat, wie viel Lebensfreude selbst nach langer Zeit im Tierheim noch in einem Hund steckt.



Amélie - Die Sportskanone
Nachdem im Jahr 2024 schweren Herzens drei unserer Hunde verstorben sind, stand für Stephan mit Unterstützung von Claudia fest: Ein Platz in unserem Rudel sollte nicht leer bleiben. Wir wollten einem Hund, der bisher wenig Chancen hatte, ein Zuhause und eine echte Perspektive schenken.
Am Morgen des Heiligen Abends fiel unser Blick auf Binsa – eine Galga von der FBM, eine von vielen übersehenen Hunden in Spaniens Tierheimen. Der Verein Far From Fear e.V. suchte bereits länger nach einer Pflegestelle für sie. Als ausgeprägte Angsthündin hatte Binsa jedoch nur geringe Vermittlungschancen.
Zwei Wochen später wurde sie bereits von unserer Gang willkommen geheißen. Von Anfang an durfte sie in einem sicheren, strukturierten Umfeld ankommen. Durch die aktive und ruhige Unterstützung unseres Rudels – und mit viel Geduld, Klarheit und liebevoller Führung – konnte sie Schritt für Schritt Vertrauen fassen.
Heute zeigt Binsa - die jetzt Amélie heißt - eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Hunde Sicherheit, faire Grenzen und soziale Orientierung erfahren dürfen. Ihre Entwicklung bestätigt täglich unsere Überzeugung: Angst verschwindet nicht durch Druck, sondern durch Stabilität, Verständnis und verlässliche Begleitung.



